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Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen (UBieV)

 

Obwohl die Anwendung bienengefährlicher Pflanzenschutzmittel durch die Bestimmungen der Bienenschutzverordnung bereits seit vielen Jahren geregelt ist, kommt es alljährlich zu Schäden an Bienenvölkern.

 

Nach dem Pflanzenschutzgesetz (§ 57 Abs. 2 Nr.11) hat das JKI die Aufgabe, Bienen auf Schäden durch die Anwendung zugelassener Pflanzenschutzmittel zu untersuchen. Geeignetes Probenmaterial sowie den ausgefüllten Antrag auf Untersuchung von Bienenvergiftungen senden Sie an:

 

Julius Kühn-Institut

Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institut für Bienenschutz

Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen

Messeweg 11 – 12

38104 Braunschweig

 

Telefon: 0531/ 299-4525 oder 0531/ 299-4577

Telefax: 0531/ 299-3008

 

 

Arbeitsschwerpunkte


  • Bearbeitung der Einsendungen von Probenmaterialien zu Schadfällen im Zusammenhang mit Bienenvergiftungen durch Pflanzenschutzmittel aus dem gesamten Bundesgebiet einschließlich Schadfalldaten und Informationen, Schriftwechsel mit geschädigten Imkern bzw. Einsendern
  • Durchführung der biologischen Untersuchungen: Aedes-Biotest, Pollenanalyse, Krankheits-untersuchungen einschl. Nosema-Analyse
  • Erstellung des biologischen Befundes auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse und sämtlicher bis dahin vorliegenden Daten und Informationen zum Bienenschaden
  • Abschließende Beurteilung der Schadensursache auf Grundlage des biologischen und chemischen Befundes unter Berücksichtigung sämtlicher bis dahin vorliegenden Daten und Informationen zum Bienenschaden und Erstellung von Gutachten im Rahmen der Amtshilfe
  • Telefonische Beratung zum Vorgehen bei Schadfällen
  • Kommunikation mit den Pflanzenschutzdiensten der Länder und anderen an der Schadens-klärung beteiligten Institutionen
  • Auswertung der Daten aus den Einsendungen zu Bienenschäden und Bereitstellung der Daten im Zusammenhang mit Pubikationen, Vorträgen, Stellungnahmen und Anfragen
  • Bewertung der Untersuchungsergebnisse zu Bienenvergiftungen durch Pflanzenschutz-mittel im Hinblick auf die Bienengefährlichkeit von Pflanzenschutzmitteln
  • Erarbeitung von Daten zur Empfindlichkeit von Aedes aegypti L. und anderen Bioindikatoren sowie Weiterentwicklung von Testverfahren zum Nachweis von toxischen Substanzen in Bienen- und Pflanzenproben
  • Pflege, Erweiterung und Digitalisierung der Pollendatenbank
  • Haltung und Pflege von Bienenvölkern und Ablegern für Labor-, Halbfreiland- und Freilandversuche zu den Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Bienen und zur Klärung von grundsätzlichen Fragestellungen der Bienenhaltung, insbesondere der Gesunderhaltung von Bienenvölkern
  • Labor-, Halbfreiland- und Freilandversuche im Rahmen von Forschungprojekten zu den Auswirkungen von Saatgutbehandlungen mit neonikotinoiden Wirkstoffen auf Bienen, Hummeln und Wildbienen über die Expositionspfade ‚Nektar und Pollen', ‚Guttation‘ und ‚Staubabdrift‘

 

Standort Berlin-Dahlem:

 

  • Rückstandsanalytische Untersuchung der Proben aus Schadensfällen und Erstellung von Gutachten auf Basis der Messergebnisse
  • Entwicklung und Etablierung von Methoden zur rückstandsanalytischen Bestimmung von Pflanzenschutzmitteln in sehr unterschiedlichen Matrices (Bienen, Pflanzen, Pollen, Wachs).
  • Erarbeitung von Daten zu Wiederfindungsraten, Nachweis- und Bestimmungsgrenzen (NG, BG) und Lagerstabilität der Zielsubstanzen in verschiedenen Proben¬materialien.
  • Einmessen der Zielsubstanzen an den Messgeräten.
  • Aufbau und Pflege von Massenspektroskopie-Bibliotheken und Ergebnis-Datenbanken (LC/MS/MS, GC/MS und GC/MS/MS).
  • Forschung im Rahmen von Modellversuchen mit der Honigbiene Apis mellifera zur Klärung rückstandsanalytischer Fragen, z.B. zur Stabilität ausgewählter Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe in/auf toten Bienen und behandelten Pflanzen.


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